Geschichte

Hintergrund

  • Die Anfänge
  • Die korporativen Vorläufer
  • Ein zweigeteilter Landesverband
  • Der einheitliche Landesverband

Die Vorsitzenden der Bayerischen Schulgeographen


Hintergrund

Die Anfänge

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, als an den Schulen wieder regelmäßig von Fachlehrkräften unterrichtet wurde, versammelte Dr. Ludwig Bauer 1949 die Nürnberger Geographielehrer um sich und gründete einen Ortsverband von Schulgeographen, der rasch zum Kern einer fränkischen Bezirksgruppe wurde. 1950 entwickelte sich eine Münchener Ortsgruppe. 1952 entstand aus den beiden Gruppierungen der Landesverband Bayern im Verband Deutscher Schulgeographen. Er war identisch mit der Fachgruppe Geographie im Bayerischen Philologenverband. 1976 verlieh diese Gruppierung ihrem Gründer Prof. Dr. Ludwig Bauer den Ehrenvorsitz.

Die korporativen Vorläufer

1971 veranstalteten die Deutschen Geographen ihren 38. Kongress in Erlangen-Nürnberg. Als bayerische Schulgeographen verstanden sich damals ausschließlich die Schulgeographen des Philologenverbandes, die korporativ dem Verband der Deutschen Schulgeographen angehörten. Um den engagierten Realschulgeographen zur Mitgliedschaft im Verband der Deutschen Schulgeographen zu verhelfen, überwies der bayerische Realschullehrerverband ab 1974 den Beitrag für 20 bayerische Realschulgeographen an den Bundesverband. Damit waren auch die Realschulgeographen korporativ Mitglieder im Verband Deutscher Schulgeographen.

 

1978 veranstalteten die Deutschen Schulgeographen ihren 16. Kongress in Augsburg. Hier stand auch die Neuwahl des Bundesvorstandes durch die Delegierten der Landesverbände an. Bayern war aufgrund seiner korporativen Mitgliedschaft in der Versammlung stark unterrepräsentiert.

 

Da die Realschullehrer sich und ihre Interessen in diesem Verband nicht ausreichend vertreten sahen, gründeten 1979  Geographielehrkräfte vieler bayerischen Realschulen in Nördlingen den Verband der Bayerischen Realschulgeographen, der auf Einzelmitgliedschaft beruhte. Etwa 60 Schulgeographen leisteten spontan ihre Unterschrift und wählten den kommissarischen Vorstand: Ambros Brucker als ersten und Erhard Hösl als zweiten Vorsitzenden. Von Anfang an stand in der Satzung dieses Verbandes, dass er die Belange der Realschulgeographen nach außen vertritt und die Treffen der Bayerischen Realschulgeographen veranstaltet.

 


Ein Zweigeteiliter Landesverband

Es gab also nunmehr in Bayern zwei Verbände der Deutschen Schulgeographen: den Verband der Gymnasialgeographen als korporatives Mitglied (vertreten durch StD Dr. Roland Röhrich und OStR Robert Roseeu) und den Verband der Realschulgeographen, der aus Einzelmitgliedern bestand (vertreten durch StD Ambros Brucker und SR Erhard Hösl).

Am 15. März 1980 trafen sich die Vertreter der Teilverbände, gründeten offiziell den Landesverband Bayern, der aus zwei Teilverbänden bestand. Eine Satzung wurde ausgearbeitet und die Veröffentlichung von drei Ausgaben eines Informationsblattes pro Jahr vereinbart.

Im Herbst 1980 erschien die erste Ausgabe des Bayerischen Schulgeographen: 16 Seiten stark und mit einem farbigen Deckblatt. Heft 4 (1981) umfasste bereits 30 Seiten; darin waren auch zwei Beitrittserklärungen abgedruckt: eine zum „Verband der Geographen an den Gymnasien Bayerns“ und eine zum „Verband Bayerische Realschulgeographen“.

Ungeklärt blieben weiterhin mehrere Probleme, die immer wieder zu heftigen, kontroversen Diskussionen innerhalb der Vorstandschaft der Bayerischen Schulgeographen führten. Wer trat für die Gymnasialgeographen auf, die nicht dem Philologenverband angehörten? Wer sollte den Landesverband Bayern im Bundesverband repräsentieren, der Sprecher der Gymnasialgeographen oder der Vorsitzende der Realschulgeographen? Der Verband der Gymnasialgeographen bestand lediglich aus 30 korporativen Mitgliedern, die Realschulgeographen aber hatten mit ihren mittlerweile über 100 Einzelmitgliedern ein wesentlich größeres Gewicht – und das nicht nur in den Beiträgen für die Landeskasse. Mehrmals kamen die Vorstände der Teilverbände zusammen, fanden aber keine für alle befriedigende Lösung.

Der einheitliche Landesverband

Um die offenen Fragen unseres Landesverbandes zu lösen und eine tragfähige Geschäftsordnung zu erstellen, trafen sich endlich am 20. März 1982 in Würzburg die Vorsitzenden des Gesamtverbandes, OStD Dr. Heinz W. Friese und StD Dr. Dieter Richter, und die vier Vorstandsmitglieder der Bayerischen Schulgeographen: StD A. Brucker, StD Dr. R. Röhrich, SR Erhard Hösl, StD Robert Roseeu.

Wesentliche Ergebnisse der Diskussion waren die Abschaffung der korporativen Mitgliedschaft sowie die Modalitäten für die Wahl des künftigen Vorstandes: „Die Vorsitzenden werden von den Mitgliedern des Landesverbandes in Briefwahl gewählt. Vorsitzender des Wahlausschusses ist der Schatzmeister.“ Ein Erbe der einstigen schulartspezifischen Teilverbände rettete sich in die neue Geschäftsordnung durch diese Bestimmungen: § 3 „Der Landesverband gliedert sich in schulartspezifische Teilverbände.“ und § 4 „Die Vorsitzenden gehören nicht den gleichen Teilverbänden an.“

70 Prozent der Mitglieder beteiligten sich an der von Schatzmeister Norbert Kreuzer durchgeführten ersten brieflichen Vorstandswahl. Ambros Brucker wurde zum ersten, Robert Roseeu aufgrund § 4 zum zweiten Vorsitzenden gewählt.


Die Vorsitzenden der Bayerischen Schulgeographen

  1. Vorsitz 2. Vorsitz
 1980 - 1982 Dr. Ambros Brucker und Dr. Robert Röhrich  NN
1982 - 1989 Dr. Ambros Brucker Robert Rosseu
1989 - 1991 Dr. Ambros Brucker Gerhard Haberl
1991 - 1995 Dr. Ambros Brucker Dr. Josef Gareis
1995 - 2006 Dr. Josef Gareis Dr. Martin Hartl
2006 - 2008 Dr. Martin Hartl NN
2008 - 2010 Dr. Martin Hartl Max Huber
2010 - 2016 Dr. Michael Streifinger Uschi Zitzelsberger
Seit 2016 Uschi Zitzelsberger Dr. Andreas Schöps